Saftdiät – alles was Du über die Saftdiät wissen musst und Dinge, die Du beachten solltest

Saftdiät
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Die recht bekannte und beliebte Saftdiät wirkt für viele auf den ersten Blick recht aufwendig und kompliziert, aber ist es gar nicht. Tatsache ist, dass die Saftdiät perfekt in beinahe jeden Tagesablauf passt und das bei vergleichweise wenig Aufwand. Alles was Du über die Saftdiät wissen musst, was Du beachten solltest und welche Fallstricke es gibt, in diesem Beitrag.


Was ist eine Saftdiät?

Die Saftdiät ist eine besondere Form der Ernährungsumstellung, die das langfristige Ziel der nachhaltigen Gewichtsreduzierung mittels Obst- und Gemüsesäften verfolgt und so dem gefürchteten Jojo-Effekt entgegenwirken soll.


Was ist das Besondere an der Saftdiät?

Die Saftdiät bringt einige Besonderheiten mit sich, die sie im Vergleich zum klassischen Saftfasten besonders angenehm machen und damit gleichzeitig auch den Erfolg erhöhen.

Zwei Dinge stehen ganz besonders im Vordergrund bei der Saftdiät.

1.) Reguläre Mahlzeiten

Während der Saftdiät darf gegessen werden. Was beim Saftfasten nicht vorgesehen ist und es deswegen für viele so schwierig macht, durchzuhalten.

Neben den Obst- und Gemüsesäften stehen ganz normale Mahlzeiten auf dem Speiseplan. Kohlenhydratreduzierte Gerichte, die nicht ausschließlich aus Salat bestehen müssen. Auch das Schnitzel oder Steak können hierbei auf dem Plan stehen.

Neben den Obst- und Gemüsesäften kann und sollte man während der Saftdiät kohlenhydratreduzierte Speisen zu sich nehmen. Bei der Saftdät werden bis zu zwei Mahlzeiten am Tag durch Säfte ersetzt. Der Umstand, dass man auch ganz normal essen kann, macht es für viele sehr viel einfacher, die Ernährung und damit den Erfolg bei der Gewichtsreduzierung durchzuhalten.

2.) Langfristige und dauerhafte Ernährungsumstellung

Im Idealfall verläuft eine Saftdiät ganzjährig oder aber zumindest über einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten, um die positiven Effekte zu verstärken.

Während das Saftfasten zwischen 1 und 8 Wochen andauert, die Saftkur temporär übereinen Zeitraum von bis zu 4 Wochen durchgeführt wird, stellt man bei der Saftdiät die Ernährung dauerhaft um.

Auf diese Weise kann man sich und seinen Körper langsam, aber dauerhaft an die neue Ernährungsform gewöhnen und die ideale Kombination aus Saft und normalen Mahlzeiten finden.


Wie funktioniert die Saftdiät?

Die Saftdiät basiert auf dem Prinzip des Austauschs von Mahlzeiten durch Säfte. Ganz einfach formuliert: statt des regulären Frühstücks und Abendessens gibt es Saft. So spart man einiges an Kalorien und tut seinem Körper zusätzlich noch etwas Gutes.

Es ist so einfach wie es klingt.

Warum man gerade Frühstück und Abendessen durch Säfte ersetzen sollte bzw. warum gerade diese Kombination für mich funktioniert, erkläre ich in meinem Beitrag Welche Mahlzeit durch Saft ersetzen. Natürlich kann man hier auch variieren und seinen eigenen Präferenzen mit in die Saftdiät einfliessen lassen. Jede Kombination ist möglich, anfangs kann man auch damit beginnen, lediglich eine Mahlzeit durch Saft zu kompensieren.


Was kostet die Saftdiät?

Die Kosten für die Saftdiät lassen sich nicht ganz so konkret beziffern wie etwa bei der Saftkur. Der ausschlaggebende Punkt für die Kosten der Saftdiät ist die Anzahl an Mahlzeiten, die durch Obst- und Gemüsesäfte ersetzt werden. Ich ersetze beispielsweise 2 von 3 Mahlzeiten durch Säfte und habe wöchentliche Kosten von ca. 50 - 70 Euro, allein für Obst und Gemüse. Was im ersten Moment viel klingt, relativiert sich bei genauerer Betrachtung, wenn man bedenkt, wie viel Obst und Gemüse hier tatsächlich wöchentlich verbraucht wird.

Meine Wochenaufstellung an Obst und Gemüse

Anzahl Einheit Obst / Gemüse Stückpreis / Euro Gesamtpreis / Euro
14 Stück Gurken 1,00 14,00
14 Stück Äpfel/Birnen 0,50 7,00
7 Stück Brokkoli 1,20 8,40
3 Beutel Spinat/Grünkohl 3,50 10,50
1 Netz Orangen 3,50 3,50
1 Packung Karotten 1,50 1,50
Gesamtpreis / Euro: 44,90

Alle Preise sind Durchschnittspreise (aufgerundet), Bezugsquelle: Supermarkt, Preise können abweichen

Man sieht, dass ich eine sehr eingeschränkte Auswahl für meine täglichen Säfte verwende, wer hier experimentiert, und das tut man sehr häufig am Anfang, kann die wöchentlichen Kosten sehr deutlich erhöhen. Auch die Auswahl des Supermarktes kann die Kosten der Saftdiät beeinflussen. Gemüse und Obst aus dem Bio-Laden oder dem Discounter liegt oft einige Euro auseinander. So kann eine einfach Gurke zwischen 0,44 und 1,99 Euro liegen und so groß sind die Unterschiede nun wirklich nicht.


Was benötigt man für die Saftdiät?

Für den Anfang benötigt man lediglich eine kleine Auswahl an Obst und Gemüse, sowie einen Entsafter. Wer am Anfang nicht gleich voll durchstarten und noch keinen Entsafter anschaffen möchte, kann auch mit einem Komplettpaket aus dem Reformhaus starten.

Weitere Informationen zu nützlichen und notwendigen Dingen für eine Saftdiät, finden sich auf der Seite Starter Set für eine Saftdiät. Mehr über die Säfte aus dem Reformhaus gibt es ausserdem.


Für wen ist eine Saftdiät geeignet?

Die Saftdiät ist für diejenigen geeignet, die wenig Zeit haben, Sport treiben und körperlich arbeiten, sich vegetarisch oder vegan ernähren.

Durch die Mahlzeiten, die man neben den Säften zu sich nimmt, hat der Körper deutlich mehr Energie, die er bei körperlichen Anstrengungen nutzen kann. Somit eignet sich die Saftdiät gerade für die, die sich bei anderen saftbasierten Diäten oft antriebslos oder gar kraftlos fühlen.

Worauf ist bei einer Saftdiät zu achten?

Bei einer Saftdiät sollte man vor allem darauf achten, dass man sich Zeit nimmt. Erfolge stellen sich erst nach einer gewissen Zeit ein, sind dafür aber oft viel langfristiger und nachhaltiger als etwa beim Saftfasten.


Für wen ist eine Saftdiät nur bedingt geeignet?

Wie immer bei Ernährungsumstellungen und Diäten, gibt es auch bei der Saftdiät Einschränkungen.

Bestimmte Personengruppen sollten in jedem Fall vorher den Hausarzt oder Facharzt zu Rate ziehen und sich eingehend über mögliche Risiken, Nebenwirkungen oder Wechselwirkung informieren lassen.

Krankheitsbilder und Diagnosen

Sind eine oder mehrere der folgenden Krankheitsbilder diagnostiziert oder Umstände zutreffend, sollte in jedem Fall vor Beginn einer Diät oder Ernährungsumstellung ärztlicherRat eingeholt werden.

Mehr über Krankheitsbilder und Risikogruppen.

Wer vor der Umstellung den Hausarzt konsultiert, kann so im Verlauf der Diät seine Erfolge noch auf ganz andere Art und Weise messen und kontrollieren.


Fakten zur Saftdiät

  • Ziele:
    nachhaltige Gewichtsreduzierung,
    gesündere Ernährung,
    dauerhafte Ernährungsumstellung
  • Dauer:
    kontinuierlich / ganzjährig, mindestens 3 Monate
  • Mahlzeiten:
    ja, maßgeblich kohlenhydratreduziert / lowcarb
  • Saftmengen:
    1 - 1,5 Liter/täglich
  • Vorteil:
    schonende Gewichtsreduzierung,
    geringeres Jojo-Effekt-Risiko,
    jederzeit und auch im Urlaub möglich,
    für Sportler geeignet,
    für Vegetarier und Veganer geeignet
  • Nachteil:
    dauerhafte Umgewöhnung und Durchhaltevermögen notwendig